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Aus Fehlern wird man klug

Ist der deutsche Mittelstand so innovativ, wie er sich gibt? Nur bedingt. Denn im Innovationsprozess entfernen sich Mitarbeiter weit von gewohnten Ufern – und genau dabei passieren Fehler. Doch davor haben laut Studien noch immer mehr als 50 Prozent der Arbeitnehmer Angst.

Fehler passieren in jedem Unternehmen nahezu täglich. Wie die Menschen in diesen Unternehmen mit ihren eigenen Fehlern und den Fehlern ihrer Kollegen umgehen, prägt die Fehlerkultur. Denn die ist eine Haltungsfrage: Werden Fehler geächtet oder sieht man sie sogar als Chance für Innovationen?

Was ist eine Fehlerkultur?

Harald G. arbeitet seit über acht Jahren in der Logistikabteilung eines mittelständischen Unternehmens. Er mag seine Kollegen und findet seine Arbeit abwechslungsreich, auch wenn er von seinem Chef nicht allzu viel hört, dafür ist die Abteilung zu groß. „Hier“, so denkt er sich, „könnte ich gut bis zur Rente bleiben.“

Es gibt aber auch Dinge, die er gern verbessern möchte. Ihm fällt auf, dass beim Druck der Versandetiketten nicht nur Duplikate gedruckt werden, sondern dass der Drucker gleich viermal das gleiche Etikett ausspuckt. In seinen Augen ist das Verschwendung, denn die Verwaltung braucht lediglich das Duplikat, um die Sendung belegen zu können. Beim nächsten Druck sucht er sich die Einstellungen heraus und verringert kurzerhand die Anzahl um zwei Exemplare.

Einige Tage später kommt sein Chef auf ihn zu. In der Verwaltung wären Unstimmigkeiten zu den Sendungen aufgekommen, eine Sendung sei in der Buchhaltung nicht nachvollziehbar, weil das entsprechende Exemplar des Versandetiketts fehlt. Ob er etwas darüber wisse?

Artikel im Magazin ‘Der Mittelstand’ (Seite 44) weiterlesen …