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Teambuilding im Naturkundemuseum

Pinnwände zwischen ausgestopften Mardern und Mammutknochen, und zum Abschied ein Backenzahn, den vorher nur ein Mensch in der Hand hatte.

Manche Workshop-Locations sind schon was ganz Besonderes. Ein Unternehmen aus dem Raum Bergstraße hat mich für ein Teambuilding dazugeholt und sich für eine richtig coole Location entschieden: das Naturschutzzentrum Bergstraße, ein kleines regionales Naturkundemuseum.

Das Witzige war: Es passte haargenau zu diesem Team. Bodenständig, nicht abgehoben, naturverbunden und vor allem mit dem Wunsch ausgestattet, etwas Langfristiges zu erschaffen.

Eingang des Naturschutzzentrums Bergstraße in der Dämmerung, ein Holzgebäude mit Pflasterweg und einem großen Feldstein im Vordergrund

Es geht nicht um den schnellen Win, sondern um den Marathon zum guten Produkt.

Zwischen Schaukästen, ausgestopften Mardern und Mammutknochen standen also unsere Pinnwände mit Moderationskarten, wurde diskutiert, entwickelt und hart gearbeitet. Wenn so ein Workshop zu Ende geht, bleibt etwas anderes im Raum als bei vielen anderen, die ich durchgeführt habe. Die Teilnehmer sind sich bewusst, dass ihre Arbeit etwas bewirkt.

Teilnehmende sitzen und stehen im Museumsraum vor einer Wand mit bunten Moderationskarten, an der Wand hängen ausgestopfte Vögel

Der Backenzahn

Nachdem alle abgefahren waren, blieb ich noch und unterhielt mich mit dem Ehepaar, das dieses Minimuseum betreibt. Sie teilten wunderbare Einblicke zu den Exponaten mit mir, die sie beinahe täglich im Museumsgarten finden.

Eine ausgestopfte Eule mit ausgebreiteten Flügeln hängt unter der Decke, darunter blickt Stephanie Selmer zu ihr hochSchädel eines Steppenbisons mit weit ausladenden Hörnern an einer BetonwandÜberdachte Feuerstelle mit Baumstümpfen als Sitzen, im Hintergrund stehen Männer an einem Tisch mit Essen

Ich bekam eine kleine Einzelführung durch den Museumsraum, und zum Abschied drückte mir der Mann ein wenig brummelig etwas in die Hand:

"Hier, das ist der Backenzahn eines Mammuts. Den habe ich gerade hinter unserem Garten gefunden.

Der ist mehrere zehntausend Jahre alt. Und Sie sind der zweite Mensch, der den jemals in der Hand hält."

Grinsend fügte er hinzu: "Der erste bin hier immer ich."

Der Mammutzahn, zwischen Daumen und Fingern gehalten

Der Zahn hat bei mir zu Hause einen Ehrenplatz bekommen.