Zwischen Schaukästen, ausgestopften Mardern und Mammutknochen standen also unsere Pinnwände mit Moderationskarten, wurde diskutiert, entwickelt und hart gearbeitet. Wenn so ein Workshop zu Ende geht, bleibt etwas anderes im Raum als bei vielen anderen, die ich durchgeführt habe. Die Teilnehmer sind sich bewusst, dass ihre Arbeit etwas bewirkt.
Nachdem alle abgefahren waren, blieb ich noch und unterhielt mich mit dem Ehepaar, das dieses Minimuseum betreibt. Sie teilten wunderbare Einblicke zu den Exponaten mit mir, die sie beinahe täglich im Museumsgarten finden.
Ich bekam eine kleine Einzelführung durch den Museumsraum, und zum Abschied drückte mir der Mann ein wenig brummelig etwas in die Hand:
"Hier, das ist der Backenzahn eines Mammuts. Den habe ich gerade hinter unserem Garten gefunden.
Der ist mehrere zehntausend Jahre alt. Und Sie sind der zweite Mensch, der den jemals in der Hand hält."
Grinsend fügte er hinzu: "Der erste bin hier immer ich."
Der Zahn hat bei mir zu Hause einen Ehrenplatz bekommen.