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Im neusten Beitrag geht es darum, wie man in Veränderungsprozessen die Kommunikation für die neugierige Maus aufbaut.

Die Hörversion gibt es im „Chancenfinder, dem Changemaker-Podcast“ von und mit Stephanie Selmer. Mit Tipps, Ideen und Impulsen für alle, die wissen: Veränderung ist, was du daraus machst.

Hallo Changemaker, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Chancenfinder-Podcasts.

Ich hatte es ja eingangs erwähnt, dass wir uns heute die Kommunikation in Veränderungsprozessen ein bisschen genauer angucken. Und weil das Feld ein so weites ist, habe ich mir ein ganz spezielles Stückchen da mal rausgepickt.

Das Change Management-Tiermodell

Ich habe ja erzählt, dass ich ein Tiermodell entworfen habe, mit dem man Veränderungsprozesse sehr gut begleiten kann. Und heute möchte ich mir mit euch zusammen die Kommunikation für die Maus ansehen. Und die Maus, ihr könnt euch das schon denken, ihr kennt ja Mäuse, die sind neugierig, gucken sich um und wollen wissen, was denn da so passiert. Und genau das ist es auch, was diese Person in dem Veränderungsprozess ausmacht: sie ist neugierig und will wissen, was passiert, was da kommt.

(Mehr über das Tiermodell erfährst du bald hier.)

Wie du die Maus erkennst

Als Erstes gucken wir mal, wie man denn eine Maus erkennt. Also klar, ein Kollege oder eine Kollegin, der oder die in einem Veränderungsprozess eine Maus ist, wird das ja nicht so einfach sagen: „Ich bin eine Maus, ich bin neugierig.“ Aber man kann sie an einigen Punkten erkennen.

Also anfangs gucken einem die Mäuse über die Schulter. Wenn du selbst mit irgendwelchen neuen Tools arbeitest, die neuen Programme nutzt, dann steht die Maus schon mal dabei und macht einen langen Hals und guckt, was denn da so passiert. Die will das genauer wissen. Und im nächsten Schritt kommt die Maus auch mal auf dich zu und fragt „Was machst du denn da genau, kannst du mir das mal zeigen?“ Und irgendwann, wenn man das oft genug gemacht hat, dann kommt man ins Büro und erwischt die Maus dabei, wie sie es selbst probiert. Das ist natürlich überhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil. Aber die Maus fühlt sich natürlich erst einmal erwischt und fängt dann auch oft an zu lachen und merkt ganz genau „Ach, doch, eigentlich will ich das ja schon.“ Und das ist auch ein ganz wichtiger Punkt, eben in diesem Tiermodell, da gibt es diesen Point of no Return, aber über den spreche ich später noch mal. Jetzt gucken wir uns mal die Kommunikation für eben jene neugierige Maus an.

Ich hatte ja in Folge 004 mal erzählt, dass es drei Arten von Widerstand gibt. Und so ist es auch, dass eine Maus drei Arten von Widerstand haben kann. Vielleicht erinnert ihr euch: Es gab den Typen, der sagt „Ich kann das nicht“. Dann gab es den Typen, der sagt „Ich mag das nicht“.

Und dann gab es den, der sagt „Ich mag dich nicht.“ – da hängt es also an einer Person. Die Maus ist ja schon neugierig. Die will wissen, was da passiert, die will diese neuen Tools kennenlernen. Und wenn sie sagt „Ich kann das nicht“, wenn das der einzige Punkt ist, worin sie noch den Widerstand hat, dann braucht sie einfach ein Training. Die Maus, die sagt „ich kann das nicht“, ist der dankbarste Kandidat für ein Training, denn damit hat man sie sofort eingefangen und sofort in die Spur gebracht, um mit den neuen Tools zu arbeiten, um diese Veränderung auch möglicherweise mittragen zu können.

Aber es geht noch tiefer. Es kann auch sein, dass sie sagt „Ich mag das nicht. Ich mag nicht, was da passiert. Diese neuen Tools mag ich nicht, ich mag die Veränderung nicht.“ Und diese Maus braucht Gründe, warum das denn gut ist. Diese Maus muss wissen, was für sie selbst drin ist und warum ihre Arbeit dadurch besser wird. Oder was ist für das ganze Team, vielleicht sogar die ganze Organisation drin. Warum können wir uns besser aufstellen, warum können wir mehr Gewinn einfahren, warum können wir unsere Marktstellung behaupten.

Und dann gibt es noch die Maus, die sagt „Ich mag dich nicht.“  Und das richtet sich zum Beispiel gegen den Projektleiter oder gegen den Unternehmer. Sie vertraut ihm einfach nicht. Ihr erinnert euch? In der Folge sagte ich, dass das eine ganz große Vertrauensfrage ist. Und diese Maus braucht natürlich auch die Gründe, die die andere Maus braucht. Aber die braucht zusätzlich auch noch die Erklärung, wieso sie denn dieser Person vertrauen sollte. Warum sollte diese Maus genau das tun, was sich der Projektleiter oder der Unternehmer wünscht, was er sich da vorstellt?

Leben, nicht labern

Und da sind wir wieder bei einem Thema, das euch durch alle Veränderungsprozesse hindurch begleiten wird. Wenn ihr irgendeine tragende Rolle in einem Veränderungsprozess habt, dann müsst ihr das vorleben, was ihr euch wünscht von den Leuten um euch herum. Und genau damit kann auch der Unternehmer oder der Projektleiter diese Maus wieder einfangen: Er muss vorleben, was denn da so toll dran ist und wie man mit diesen neuen Tools arbeiten kann, um das Vertrauen der Maus überhaupt erst einmal wiederzugewinnen.

Und damit schließe ich auch für heute schon wieder, das war es nämlich schon. Ihr habt heute die Maus kennengelernt aus meinem Tiermodell, ihr wisst, wie ihr eine Maus erkennen könnt in einem Veränderungsprozess, und ihr habt drei Möglichkeiten gefunden, wie ihr an eine Maus kommunizieren könnt. Damit seid ihr jetzt für die nächsten Tage gut gerüstet. Für die nächste Woche habe ich ein Interview vorbereitet und ich habe die wunderbare Barbara Messer gewinnen können, mit mir über Veränderung in ihrem Leben zu sprechen.

Hört auch dann wieder rein und zwischendurch treffen wir uns auf jeden Fall in der XING-Gruppe. Den Link setze ich noch mal unten in die Shownotes, damit wir uns da finden können. Und in der Facebook-Gruppe, auch da gibts den Link in den Shownotes. Ich freue mich auf euch, auf eure Fragen, auf eure Anmerkungen.
Bis zur nächsten Woche, macht’s gut.

Xing-Gruppe: https://www.xing.com/communities/groups/chancenfinder-5317-1104522